Infos zu Myanmar

Vielvölkerstaat
Mit offiziell 135 anerkannten Volksgruppen ist Myanmar eines der ethnisch vielfĂ€ltigsten LĂ€nder SĂŒdostasiens. Diese ethnische Vielfalt prĂ€gte das Auf und Ab der Geschichte. Ein mĂ€chtiges birmanisches Reich wie etwa jenes von Bagan, der Toungoo- oder der Konbaung-Dynastie hatte eine Ausweitung des Territoriums und die Eingliederung anderer Volksgruppen zur Folge. Zerfiel es, so erstarkten wiederum die anderen Volksgruppen. Diese Wechselspiele von Macht und Zerfall lassen sich in der Geschichte der Mon und Rakhine sehr gut studieren und wirken bis heute fort.

Bildung
Verglichen mit seinen Nachbarn wie Laos (69%) und Bangladesch (41%) ist die Alphabetisierungsrate bei den Erwachsenen recht hoch. Sie betrĂ€gt gegenwĂ€rtig laut UN-Angaben 90%. Es zeigen sich aber gravierende Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie zwischen Frauen und MĂ€nnern. Myanmars Schulsystem besteht aus drei Stufen: Primary School (Vorschule plus 1.-4. Klasse), Middle School (5.-8.Klasse), High School (9.-10. Klasse). Viele SchĂŒler, vor allem MĂ€dchen, brechen jedoch vorzeitig die Schule ab. Nur 2/3 der Kinder besuchen die 5. Klasse. In der Middle School sind noch 37% angemeldet.

Land und Geografie
Das nach Indonesien zweitgrĂ¶ĂŸte Land SĂŒdostasiens hat die Form einer Raute und ist mit 676.577 Km2 fast doppelt so groß wie Deutschland. Myanmar grenzt im Norden an Tibet und China, im Osten an Thailand und Laos sowie im Westen an Bangladesch und Indien.

Hohe Berge, weite Ebenen
Im hohen Norden befinden sich die AuslĂ€ufer des Himalaya mit dem höchsten Berg SĂŒdostasiens an der Grenze zu Tibet, dem 5.881m hohen Hkakabo Razi. Der Lauf des Ayeyarwady und seiner NebenflĂŒsse prĂ€gt die weite Ebene Zentralmyanmars. Bei Bago zieht sich der Bago Yoma mit seinen hochwertigen TeakwĂ€ldern 435 km in Richtung Norden. WĂ€hrend Zentralmyanmar zwischen Pyay und Mandalay aufgrund der geringen Niederschlagsmenge Ă€ußerst trocken ist, bestimmt das ĂŒppige GrĂŒn des fruchtbaren Ayeyarwady Deltas den SĂŒden. Der Osten Myanmars wird von dem etwas 1.000 m hohen Shan Plateau geprĂ€gt, das von bis zu 2.600m hohen Bergketten unterbrochen wird.

FlĂŒsse
Auf ĂŒber 8.000 km sind Myanmars FlĂŒsse befahrbar. Daher sind sie fĂŒr den Transport von Waren und Menschen nicht wegzudenken. Der berĂŒhmteste und geschichtstrĂ€chtigste Fluss ist zweifelsohne der 2.170 km lange Ayeyarwady. Auf etwa 1.500 km ist die Road to Mandalay, wie Rudyard Kipling den mĂ€chtigen Strom besang, mit Schiffen befahrbar.

Quelle:  Stefan Loose – Myanmar


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